Das Erste Mal…

Das Erste Mal…

Morgen ist es soweit, ich werde das Erste Mal eine komplette Unterrichtseinheit alleine halten. Geplant habe ich sie schon, abgesegnet wurde mein Plan auch, jetzt muss ich die Stunde nur noch halten. Klingt einfacher, als man denkt. Vor allem, wenn man doch etwas nervös ist.

Für jene von euch, die es nicht wissen, ich studiere zur Zeit Englisch und Deutsch auf Lehramt und bin im fünften Semester. Und jetzt stehen die ersten richtigen Praktika an. Sicher, auch diese beinhalten immer noch eine Menge beobachten, aber mindestens vier Stunden müssen wir selbst halten. Und ich Gückliche bekomme für meine allererste Stunde natürlich eine 8./12. Klasse. An einer reinen Jungenschule. Sprich ich werde morgen vor einem Raum voller 16-18 jähriger Jungs stehen und mit allem was ich habe versuchen, sie nicht merken zu lassen, wie aufgeregt ich bin. Tief durchatmen.

Für meine Erste Stunde darf ich die tragischen Ereignisse in Las Vegas besprechen und ein wenig auf das Thema „Gun Control in America“ eingehen. In ihrem Schulbuch ist sogar ein Kapitel dafür vorgesehen. So weit, so gut, oder? Jein. Denn das „Kapitel“ ist gerade mal 2,5 Seiten lang und der vorgesehene Text mehr als nur öde. Und da man mir die Freiheit gelassen hat, aus dem Thema zu machen, was immer ich möchte, habe ich mir natürlich jede Menge extra Arbeit gemacht und einen eigenen Text gesucht. Extra Arbeit, weil man den Schülern nicht einfach den Text hinklatschen kann, sondern ihn zuerst adaptieren und an ihr Level anpassen muss. Selbstverständlich darf auch eine Tabelle mit hilfreichen Vokabeln nicht fehlen.

Sich ans Buch zu halten, wäre so viel einfacher und so viel weniger Arbeit gewesen. Aber auch so viel langweiliger. Und ich möchte niemals eine Lehrerin sein, die sich nicht die Mühe macht, für die Stunden etwas Ordentliches und vielleicht sogar etwas Besonderes vorzubereiten. Das will ich einfach nicht. Das habe ich schon als Schüler immer gehasst und jetzt bin ich wild entschlossen nie eine solche Lehrerin zu werden.

Auch wenn ich von meiner Planung absolut überzeugt bin, musste ich einen Weg  finden, es meinen Schülern potentiell etwas schmackhafter zu machen. Also war ich so ambitioniert und habe meine Stunde mit der Hilfe von mentimeter.com gestaltet. Wer die Seite nicht kennt, man kann mit ihrer Hilfe interaktive Präsentationen erstellen und so das Publikum miteinbeziehen. Hoffen wir, dass die Schüler es genauso cool finden.

Hoffen ist allgemein das, was ich tue. Von ganzem Herzen. Ich hoffe, dass ich mich nicht komplett verhasple. Ich hoffe, dass ich mir nicht zu viel vorgenommen habe. Ich hoffe, die Schüler lassen sich auf meine etwas andere Art zu unterrichten ein. Ich hoffe, ich kann die Schüler begeistern und ihnen ein klein Wenig meiner eigenen Leidenschaft vermitteln.

Also, seid so lieb und drückt mir die Daumen 😉

Und wenn wir schon beim Thema sind, es würde mich unheimlich interessieren, was ihr so für Erinnerungen an eure eigenen Schulzeit habt – positiv wie negativ.

LG,

Smarty <3

PS: Ich habe beschlossen es doch (noch)mal mit Twitter versuchen, vielleicht sagt es mir in der Bloggersphäre mehr zu – ich würd mich also über eure Accountnamen und über euch als Follower freuen 🙂 ich bin als lady_smarty zu finden 😉

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