Montagsfrage: Hörbücher = Lesen?

Montagsfrage: Hörbücher = Lesen?

Huhu, ihr Lieben!

Auch an diesem Herbstmontag bin ich wieder bei der Montagsfrage, die jetzt übrigens von Antonia auf Lauter & Leise gestellt wird, mit dabei. Heute hat sie folgende Frage im Gepäck:

Ist Hörbuch-Hören für dich mit ’klassischem’ Lesen gleichzusetzen? Oder ist beides für dich grundverschieden?

Da ich in letzter Zeit mitbekommen habe, dass dies offenbar eine brandheiße Debatte ist, werde ich meine Worte mit Vorsicht wählen und Dinge einfließen lassen, die ich an der Uni gelernt habe.

Grundsätzlich betrachtet sind sowohl das Lesen als auch das Hören rezeptive Fähigkeiten, da in beiden Fällen Informationen und Sprache aufgenommen werden. Dabei unterscheiden sich zwar die Sinnesorgane (no na ned), aber auf einer Prozesseben sind die beiden Tätigkeiten auf jeden Fall gleichzusetzen. Übrigens auch auf der Eben des Unterrichtens, da Lesen und Hören nicht nur in die selbe Kategorie fallen (recepitve skills), sondern grundsätzlich auch mit gleichen oder zumindest sehr ähnlichen Methoden unterrichtet werden.

Soweit zur sachlichen Seite, denn persönlich sehe ich das etwas anders, wobei nicht so, wie ihr jetzt vermutlich denkt. Ich selbst bin in 90% der Fälle nicht in der Lage, mir Hörbücher anzuhören. Klingt seltsam, aber einfach nur am Bett zu liegen oder im Stuhl zu sitzen und nichts anderes zu tun als mir ein Buch anzuhören, treibt mich in den Wahnsinn. Dafür bin ich einfach zu unruhig. Selbst wenn ich mit Buch im Bett liege, verändere ich meine Position ständig. Wenn ich hingegen etwas zu tun habe (putzen, aufräumen,…) oder etwa zu Fuß unterwegs bin, habe ich absolut kein Problem mit Hörbüchern. Und genau aus diesem Grund habe ich persönlich auch das Gefühl, dass ich bei einem klassischen Buch viel tiefer in die Geschichte eintauchen kann, als bei einem Hörbuch. Wenn ich ein richtig gutes Buch lese, dann vergesse ich alles um mich herum. Könnte ich mich hinlegen und ein Hörbuch wirklich genießen, ginge es mir vermutlich nicht anders, da ich aber nebenbei immer etwas anderes machen muss, kann ich mich logischerweise nicht 100% auf die Geschichte konzentrieren und einlassen.

Wie gesagt, das ist meine persönliche Meinung und meine persönliche Erfahrung. Allgemein muss ich aber schon sagen, dass Hörbücher und Bücher für mich am Ende doch auf dasselbe hinauslaufen. Also ja, lange Rede kurzer Sinn, ich würde die beiden schon gleichsetzen. Jetzt würde mich allerdings interessieren, wie ihr das ganze seht! Ich freu mich auf eure Kommentare! <3

2 Gedanken zu „Montagsfrage: Hörbücher = Lesen?

  1. Würde ich genauso unterschreiben. Ich sehe auch beides erst mal als „gleichrangig“ an, aber ich höre Hörbücher auch nur nebenbei und bin dabei nie so gefesselt wie beim lesen. Das ist aber ja völlig typabhängig und macht sie nicht schlechter 🙂

  2. Sei gegrüßt Smarty!

    „Klingt seltsam, aber einfach nur am Bett zu liegen oder im Stuhl zu sitzen und nichts anderes zu tun als mir ein Buch anzuhören, treibt mich in den Wahnsinn. “
    Klingt überhaupt nicht seltsam. Ist bei mir genau das Gleiche! Ich kann das einfach nicht.
    Wenn ich aber dann nebenbei etwas anderes mache – und sei es so etwas simples wie spülen – dann schweife ich früher oder später ebenfalls mir meinen Gedanken ab.
    Das Ergebnis ist immer das gleiche: Ich habe die Hälfte der Geschichte nicht mitbekommen und frage mich ständig wer das jetzt wieder ist oder wann zum Henker dieser Kerl gestorben ist.

    Außerdem scheint mein Kopfkino beim Vorgelesen bekommen überhaupt nicht anzuspringen. Lesen ja, Musik auch, aber Hörbücher? Nop nur Testbild.

    Montagsfrage: Hörbuch = klassisches Buch? || Mein Senf für die Welt

    Liebe Grüße
    Marina

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