[#WritingFriday] Ein hartes Leben

[#WritingFriday] Ein hartes Leben

Hallo, ihr Lieben!

Nach und nach komme ich mit dem Bloggen wieder in die Puschen und darum gibt es heute bei mir endlich wieder einen Beitrag zu Elizzys #WritingFriday. Mehr Informationen zu dieser wundervollen Aktion findet ihr übrigens hier, direkt auf ihrem Blog. Für heute habe ich mir folgende Schreibaufgabe ausgesucht:

  • Dein Schreibtisch erzählt aus seinem Alltag.

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Puh, ich kann euch gar nicht sagen, wie froh ich bin, dass das Semester endlich vorbei ist. Versteht mich nicht falsch, es ist wirklich ein schönes Gefühl, gebraucht zu werden, aber dauerhaft hält diese Belastung doch kein vernünftiger Schreibtisch aus. Bücher stapeln sich überall – und nicht die nette, leichte Freizeitlektüre, sondern fette Sach- und Wörterbücher – außerdem fliegen hunderte Zettel durch die Gegend und meistens liegen ein paar fette Ordner auch noch hier. Ich verstehe ja, dass mein Mensch das alles braucht, aber wenn sie nur mal die Zeit hätte, ein paar der Sachen wieder ins Regal zu räumen, hätten wir beide einen leichteren Job. Ach ja, fast hätt ichs vergessen, nicht nur mein Mensch benutzt mich den ganzen Tag, und verschüttet mit viel Glück ihren brütend heißen Tee über mir, sondern auch das Fellknäuel macht sich auf mir breit. Also ob der ganze Papierkrempel nicht schon schwer genug wäre. Jetzt hab ich auch noch überall Haare. Einfach unmöglich. Mein Mensch versucht während der stressigen Zeit zwar oft mir die Nächte zu erleichtern, aber meine Pausen sind einfach viel zu kurz. Von morgens bis abends wird am Computer getippt und verzweifelt. Denn lasst euch eines sagen, Schreibblockaden oder Motivationstiefstände sind als Schreibtisch alles andere als lustig. Das heißt nämlich, dass ich mich mit Kaffee, noch mehr brennend heißem Tee und Snacks herumschlagen muss. SNACKS. Habt ihr eine Ahnung, wie lästig Brösel und Krümmel sein können? Zum aus dem Furnier fahren! Darum bin ich froh, dass jetzt Ferien sind. Da hab ich meinen Frieden, muss nicht von morgens bis abends als Ablage herhalten und kann auch mal ein wenig ausspannen. Wenn alle Arbeiten abgegeben sind, mein Mensch mich leergeräumt und ordentlich herausgeputzt hat, dann fühle ich mich am wohlsten. Dann gibt es nichts Schöneres, als einfach nur in Ruhe abzuhängen und die Beine hochzulegen. Den täglichen Anstandsbesuch macht mein Mensch zwar trotzdem, aber die meiste Zeit geht sie den anderen Möbeln auf die Nerven. Wobei sie diesmal verdächtig häufig vorbeikommt. Irgendwie lässt mich das Gefühl nicht los, dass da irgendwas im Busch ist. Vor allem dieser Stapel Bücher auf meiner Kante macht mich stutzig. Ich hoffe, dass mein Mensch einfach nur vergessen hat, sie zurückzubringen. Naja, noch kein Grund, sich darüber die Platte zu zerbrechen. Noch ist der letzte Nagel noch nicht ins Holz geschlagen, noch ist meine wohlverdiente Auszeit nicht in Gefahr.

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Aktuelle Teilnehmer (ihr könnt jederzeit mit einsteigen!):

6 Gedanken zu „[#WritingFriday] Ein hartes Leben

  1. Huhu liebe Smarty!
    Das ist ja ein bezaubernder Text gewesen! Ich konnt die Stimme deines Schreibtisches förmlich hören. Das klingt auf jeden Fall nach super viel Stress für euch beide und einer wirklich wohlverdienten Pause! ❤️

    Liebste Grüße!
    Gabriela

  2. Liebste Smarty, es freut mich sehr, dass du wieder Zeit zum Bloggen gefunden hast! Dein Schreibtisch leistet dabei auf jeden Fall auch einen grossen Anteil und ich mag ihm seine Pause auf jeden Fall gönnen! Du hast einen super Erzählton getroffen und ich hatte richtig Spass beim Lesen <3
    Hab ein tolles Wochenende!

  3. Hi liebe Smarty!

    Unsere Schreibtische könnten sich zusammentun, bei dem, was sie momentan durchleiden müssen. 😀 Der Erzählstil hat mir richtig gut gefallen – vor allem der Satz „Zum aus dem Furnier fahren!“ ist einfach herrlich. 😀

    Liebste Grüße und dir eine schöne erholsame Zeit – auch wenn ich wittere, dass die nicht lange anhalten wird 😀

    Ida <3

  4. Hey,
    Ein unterhaltsamer Text. Ich musste bei einigen Ausdrücken sehr lachen. „Aus dem Furnier fahren“ ist fantastisch! 😉
    Gut, dass ich nicht die Einzige mit einem frustrierten Schreibtisch bin.
    Grüße, Katharina.

  5. Hallo Smarty,
    sehr schön! Dein Schreibtisch wünscht sich, im Gegensatz zu den meisten anderen, viel mehr Auszeit. Das hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte doch glatt ein „Bild“ vor Augen, wie er etwas genervt über sein Leben spricht. 🙂 Die Sätze mit „Platte“, „Nagel“ und „Furnier“ finde ich überaus gelungen. Sie passen sich richtig in die Geschichte ein.

    Ich habe für heute einen BEITRAG der etwas anderen Art vorbereitet. Bin gespannt, wie er dir gefällt.
    GlG, monerl

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