Eat Pray Love – Gilbert

Eat Pray Love – Gilbert

Manche Bücher treffen genau im richtigen Augenblick den richtigen Ton. So ist es mir bei Elizabeth Gilberts Eat Pray Love ergangen. Nach meiner Prüfungswoche war es absolut himmlisch, sie auf ihrer Reise zu begleiten. Nach einigen stressigen Wochen hat das Buch auf einer sehr persönlichen und emotionalen Ebene mit mir resoniert und mich wirklich mitgerissen, aber es hat mich auch überrascht, bevor wir jedoch dazu kommen, erstmal worum es in Eat Pray Love geht:

Essen. Beten. Lieben. Das braucht der Mensch zum Glücklichsein. Aber die einfachsten Dinge sind die schwersten, das weiß auch Elizabeth. Mit Anfang 30 hat sie ihren Mann verlassen und steht nun vor einem Scherbenhaufen. Nach tränenreichen Nächten beschließt die New Yorkerin, eine lange Reise anzutreten: In Italien lernt sie die Kunst des Genießens kennen, in einem indischen Ashram alle Regeln der Meditation und in Bali trifft sie auf Felipe und erfährt durch ihn die Balance zwischen innerem und äußerem Glück. (Klappentext, Thalia.at)

Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich mit völlig falschen Erwartungen an das Buch herangetreten bin und deshalb am Ende doch sehr überrascht war. Ich weiß allerdings auch, woher meine falschen Erwartungen kamen: Julia Roberts. Ich wusste, dass sie in der Verfilmung die Hauptrolle spielt, weshalb ich das Buch irgendwie automatisch als klassische Rom-Com eingestuft habe. Und erfrischender Weise ist es das nicht, auch wenn die Liebe eine entscheidende Rolle in der Geschichte spielt. Das Buch ist an vielen Stellen äußerst tiefgründig und geht teils auch relativ sachlich auf historische Hintergründe ein.

Oberflächlich betrachtet ist Eat Pray Love leichte Kost, geht man jedoch eine Ebene tiefer, so rücken andere, deutlich komplexere Aspekte, wie etwa die Depressionen der Protagonistin, in den Fokus. Denn es handelt sich hier nicht um eine klassische Liebesgeschichte. Es handelt sich um die Geschichte einer Frau, die nach ihrer Scheidung wieder leben lernen möchte, die auf der Suche nach sich selbst ein Jahr lang die Welt bereist. Dabei fließt die Geschichte in einem anständigen Tempo dahin und zu Beginn wird nach und nach erklärt, wie es denn überhaupt zu dieser Reise kam. Dieser Bezug zur Vergangenheit zieht sich beinahe durch das gesamte Buch und sorgt dafür, dass man die Protagonistin noch besser versteht.

Alles in allem ist es eine positive und motivierende Geschichte, die einen berührt und unterhält. Das Ende kam mir persönlich etwas zu schnell, denn ich wollte unbedingt noch erfahren, wie es denn weiter geht. Doch dafür muss ich wohl den zweiten Teil Das Ja-Wort lesen. Wie dem auch sei, das Buch hat einen eindeutigen Feel-Good Vibe und ist ideal für den Sommer. Solltet ihr Eat Pray Love noch nicht kennen, solltet ihr euch diesen Sommer unbedingt Elizabeth Gilbert auf ihrer Reise durch Italien, Indien und Indonesien begleiten.

PS: Fair Warning – Im ersten Teil des Buches möchte man es Elizabeth gleich tun und sich jede Menge italienische Köstlichkeiten gönnen. Daher ist es ratsam, Snacks zur Hand zu haben und/oder ein italiensiches Mittag- oder Abendessen einzuplanen. 😉

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