Das Versprechen der Jahre – Vincenzi

Das Versprechen der Jahre – Vincenzi

Bücher stellen einen unglaublich wichtigen Teil in meinem und vermutlich auch in eurem Leben dar, weshalb ein Roman, in dem es den Protagonisten nicht anders geht, oftmals sehr verlockend klingt. Fügt man noch ein englisches Setting und das Versprechen von jeder Menge Drama hinzu, kann man auf jeden Fall mit einer unterhaltsamen Lektüre rechnen. Wie unterhaltsam diese Kombination sein kann, zeigt Penny Vicenzis Das Versprechen der Jahre auf eindrucksvolle Art und Weise. Doch seid gewarnt, es handelt sich bei dem am 19.03.2018 erschienenen Roman um den Auftakt zu einer Trilogie. Und darum geht es im ersten Teil:

London 1904: Lady Celia Lytton betört die englische Society mit ihrer Intelligenz und Schönheit zugleich. Sie ist die perfekte Gastgeberin, veröffentlicht im eigenen Verlag einen Bestseller nach dem anderen und genießt ihr junges Familienglück – ein privilegiertes Leben. Doch dramatische Ereignisse kündigen sich an, und als ihr Mann Oliver in den Krieg eingezogen wird, können die Lyttons nicht mehr die Augen vor der Realität verschließen. Die makellose Fassade bekommt erste Risse, und Celia beginnt zu verstehen, dass sie einen Preis zahlen muss, für die Entscheidungen, die sie getroffen hat, und die Geheimnisse, die sie bewahrt… (Klappentext, Goldmann Verlag)

Das Versprechen der Jahre ist mal wieder ein Buch, bei dem man absolut nicht weiß, wo man denn anfangen soll. Vermutlich ist es am besten, wenn ich mit den Charakteren beginne. Denn dieser Roman wartet nicht nur mit einer Protagonistin, sondern mit vielen unterschiedlichen Erzählsträngen und Erzählperspektiven auf, die einen stets unterhalten. Im Nachhinein könnte man die Struktur (und das Drama) vielleicht sogar mit Downton Abbey vergleichen, nur etwas weniger adelig. So mancher Charakter wirkt in dieser Mischung zwar etwas verloren und eindimensional, doch die Mehrheit beweist wirklich Charakter und zeichnet sich durch eine Menge unterschiedlicher Persönlichkeitstypen aus.

Lady Celia mag im Fokus des Romans stehen, doch auch andere Charaktere spielen eine enorm wichtige Rolle und bekommen auch genug Zeit, um diese Rolle zu spielen. Leider kann ich bisher nur den ersten Teil beurteilen, aber ich hatte durchaus das Gefühl, dass einige Geschehnisse nur darauf warten, in den Folgeteilen in einen größeren Kontext eingesetzt zu werden. Darauf deuten nämlich diverse Charakterkonstellationen hin.

Anfangs braucht man, ähnlich wie bei Downton Abbey oder anderen mehrsträngigen Erzählungen, um sich mit den verschiedenen Geschichten und Perspektiven zurecht zu finden, doch die Protagonisten werden sehr früh etabliert und der Fokus auf sie verschärft sich im Laufe der Geschichte. Insgesamt ist es Vicenzi sehr gut gelungen, die unterschiedlichen Erzählstränge zu einer großen, epischen Geschichte zu vereinigen. Dabei nutzt sie auch historische Hintergründe sehr geschickt, wobei ich hier weder beurteilen möchte, noch beurteilen kann, wie akkurat diese Hintergründe sind. Hier muss ich aber auch anmerken, dass ab und an ein wenig zu sehr auf die historischen Hintergründe gepocht wird. Als Beispiel, die Tatsache, dass die Lyttons Tickets für die Jungfernfahrt der Titanic haben, wird gefühlt hundertmal betont. Hier hätten ein wenig subtilere Andeutungen vermutlich besser funktioniert.

Zu guter letzt möchte ich noch ein paar Worte zum Schreibstil verlieren, den ich persönlich als durchaus angenehm empfunden habe. Die Übersetzung erscheint mir gelungen, wobei ich in diesem Fall das Original nicht kenne, und die Sprache wirkt authentisch und der Stil an sich ist flüssig. Das Versprechen der Jahre ist somit auf alle Fälle ein gelungener, wenn auch überaus dramatischer, Auftakt für eine Trilogie, der es an Drama sicher nicht mangeln wird. Für Downton Abbey Fans ist es auf jeden Fall eine Leseempfehlung wert und auch Liebhaber von historischen (Liebes-)Romanen werden eine Freude mit diesem Buch haben.

Das Versprechen der Jahre von Penny Vincenzi

Wen dieser Einstieg in eine epische und dramatische Reihe anlacht, der kann sich hier auf der Verlagsseite etwas näher umsehen.

Abschließend möchte ich mich herzlich beim Goldmann Verlag und beim Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für dieses tolle Rezensionsexemplar bedanken.

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