How to Stop Time – Haig

How to Stop Time – Haig

Oftmals vergeht die Zeit viel zu schnell und man würde sie am liebsten anhalten, um schöne Momente länger genießen zu können. Genauso ist es mir auch beim Lesen von Matt Haigs How to Stop Time ergangen, denn die Geschichte hat mich voll und ganz verzaubert. An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmal bei Jule von Jules Leseecke nochmal herzlich bedanken, die hat mir Matt Haig nämlich empfohlen <3 Und darum geht es in How to Stop Time:

Tom Hazard hat ein Geheimnis, denn auch wenn man es ihm nicht ansieht, ist er doch schon etwas älter als 41. Sehr viel älter sogar. Ewig zu leben hat allerdings nicht nur Vorteile, denn damals wie heute, ist Toms ewige Jugend den Menschen einfach nicht geheuer. Damals Hexe, heute Versuchskaninchen – beides keine sehr verlockenden Schicksale. Aus diesem Grund nimmt Tom alle paar Jahre eine neue Identität an. Im Moment ist er Geschichtslehrer in London und kurz davor, die wichtigste Regel überhaupt zu brechen. Denn die wichtigste Regel für jemanden in Toms Situation ist es, sich nicht zu verlieben.

 

Dafür, dass für den Protagonisten die Zeit still steht, sind für mein Gefühl die Seiten viel zu schnell verflogen. How to Stop Time erzählt abwechselnd von Toms Gegenwart und seiner Vergangenheit, wobei jedes bisschen Vergangenheit dabei hilft, ihn besser zu verstehen. Trotz seiner besonderen Umstände ist Tom eine richtige Bezugsperson, ein richtiger und echter Mensch, der mit seinem Leben kämpft und einem sofort sympathisch ist. Im Gegensatz dazu gibt es aber auch einige Charaktere, die man absolut nicht ausstehen kann und generell ist die Charakterkonstellation sehr ausgeglichen. „Traue niemandem und rechne mit allem“ ist in diesem Zusammenhang ein sehr passendes Motto. 😀

How to Stop Time schafft es außerdem, auf mehreren Ebenen Spannung aufzubauen, was zu einem sehr angenehmen Lesetempo und Lesefluss führt. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist wirklich sehr angenehm gestaltet und sowohl der Spannung als auch der Geschichte insgesamt zuträglich. Auch wenn man es nicht immer ahnt, baut die Geschichte auch einen wichtigen Höhepunkt auf. Dieser mag zwar ab und an etwas angedeutet werden, er ist am Ende aber doch noch unerwartet.

Den Schreibstil an sich habe ich als äußerst angenehm und flüssig empfunden, das Englisch war gut gewählt und genau richtig für mich, wie die deutsche Übersetzung aussieht, kann ich allerdings nicht beurteilen*. How to Stop Time hat mir extrem imponiert, einfach weil es für mich mal etwas ganz Neues war. Dazu kommt eine wundervoll erzählte, unglaublich gefühlvolle Geschichte, die am Ende wirklich zeitlos ist. How to Stop Time ist mehr als nur eine Liebesgeschichte, es ist eine Lebensgeschichte, die einen berührt und mit auf eine ganz besondere Reise nimmt. Und auch wenn das jetzt mein erstes Buch von Matt Haig war, kann ich den Autoren (und How to Stop Time) nur von ganzem Herzen empfehlen.

*PS: Die Deutsche Version erscheint am 20.4.2018 beim dtv-Verlag 😉

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