[#WritingFriday] Hey du…

[#WritingFriday] Hey du…

Kaum zu glauben, dass das jetzt schon der letzte Writing Friday im Jänner ist! Wie auch die letzten Freitage nehme ich wieder an Elizzys Aktion teil und habe mir folgenden als letzten Prompt auserkoren:

  • Schreibe einen Brief an dich als 15-jährige

Das mit der Currywurst war mir doch etwas zu hoch 😉 Solltet ihr meine anderen Beiträge zum Writing Friday noch nicht kennen, hab ich sie euch hier verlinkt:

  1. Freiheit
  2. Entscheidungen
  3. Sweet Dreams

***

Hey du Holzkopf,

ja, genau dich meine ich! Sag mal, was fällt dir eigentlich ein? Wie doof bist du bitte?

Du hast mich schon richtig gehört und bevor du mir mit irgendwelche Ausreden kommst, bedenke, dass ich du nur ein paar Jahre älter und weiser bin. Also lass es.

Lass es mit den Ausreden und lass es mit dem Verbiegen. Glaubst du wirklich, dass du auf Dauer vorgeben kannst, jemand anders zu sein? Glaubst du wirklich, dass das schlau ist?

Hör auf dich zu verbiegen, sei mal ein wenig selbstbewusster und lass dich um Himmels Willen von deinen achso tollen Freunden nicht so einschränken.

Du bist du und das ist gut so. Du hast eine Menge durchgemacht und ich verstehe, dass du einfach nur dazugehören möchtest. Dass du einfach deinen Frieden möchtest. Aber das ist nicht der richtige Weg.

Dann bist du halt anders, wenn sie das nicht akzeptieren können, kannst du auf ihre „Freundschaft“ pfeiffen!

Glaub mir, du wirst es bereuen! Sei nicht doof, werte dich nicht selbst ab und steh für dich selbst ein! Dann wirst du sehen, wer deine wirklichen Freunde sind. Denn sie werden auch dann zu dir stehen.

Ich bezweifle nicht, dass du am Ende deinen Weg gehen wirst, ich weiß, dass du alles schaffen kannst, aber der Weg des geringsten Widerstandes ist nicht der richtige. Sei du selbst, geh deinen Leidenschaften nach und scher dich nicht um das, was andere Denken.

Dann liest du halt gerne. Dann schreibst du halt gute Noten. Dann weißt du halt was du willst. Und? Das kann denen doch völlig egal sein. Du musst damit zurecht kommen. Du musst glücklich sein. Außerdem, es wär doch unheimlich langweilig, wenn wir alle gleich wären.

Du bist anders und das ist gut so.

Embrace it!

 

0 Gedanken zu „[#WritingFriday] Hey du…

  1. Guten Morgen 😊
    Da wünscht man dir doch, dass der Brief dich in früheren Zeiten erreicht hätte. Diese Jahre sind wirklich anstrengend für alle, da weiß man so vieles noch nicht … aber sehr authentisch geschrieben! 🙂
    Übrigens ist Holzkopf einer der beliebtesten Kosenamen für meinen Hund. 😅

    Liebste Grüße!
    Gabriela

    1. Leider leider, muss ich sagen. Ich wünschte, mir wär damals schon klar gewesen, dass mich nicht die Wahrnehmung der anderen ausmacht sondern meine eigene.

      Haha, das ist ja auch mal cool 😀 Meinen alten Kater hab ich Dickie/Digby, Schnukki oder Prinzessin genannt und Sherlock ist entweder Shello oder Baby 😀 😀 😀

      Alles Liebe,
      Smarty

  2. Guten morgen,

    ich habe heute auch den Brief gewählt. Unglaublich, wie man heute über sein eigenes junges Ich denkt. Aber trotzdem finde ich, dass es genau die Erfahrungen sind, die mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin.

    Liebste Grüße
    Sonja

    1. Huhu 🙂
      Ja, sicher hast du recht. Diese Erfahrungen machen mich schon aus, aber trotzdem wünschte ich, ich hätte die Lektion früher gelernt und mich nicht so lange verstellt. Ich hab dadurch einfach zu viel verpasst.

      Liebe Grüße,
      Smarty

  3. Hallo, Smarts!
    Ich habe heute auch mal beschlossen mitzumachen und finde besonders dieses Thema sehr interessant. Ich muss zugeben, dass ich mich gar nicht so sehr an alles erinnern kann, was passiert ist, als ich fünfzehn war. Aber du scheinst da keine Schwierigkeiten zu haben. 🙂
    Ich denke, in diesem Alter hatten wir es wohl alle nicht leicht und mit Dingen zu kämpfen, die wir heute als unwichtig ansehen. Ich für meinen Teil bin froh, dass du eine gute Noten schreibende Bücherratte bist, sonst hättest du vielleicht nie einen Blog gestartet und wir wären niemals dazu gekommen, so nette Gespräche zu führen. 🙂
    Schönen Freitag noch! <3
    M

    1. Leider scheint man sich an die Dinge, die man bereut immer besser zu erinnern, als an die Dinge, die einem eine Freude bereitet haben. So geht es mir zumindest. Vor allem weil ich weiß, wie sehr ich mich damals verstellt habe und wie viel von mir selbst ich aufgegeben habe.

      Vielen Dank dafür, das bedeutet mir wirklich eine Menge <3

  4. Huhu,

    Ich musste ein wenig grinsen, als ich deinen Brief gelesen habe, denn wenn ich mich für dieses Thema entschieden hätte, hätte ich vermutmich etwas ähnliches geschrieben. Kinder bzw Jugendliche können wirklich grausam sein, ich bin froh, dass ich mittlerweile damit klarkomme, so zu sein, wie ich bin.

    Alles Liebe dir,
    Alles Liebe,
    Elisa von Versgeflüster

  5. Ein sehr authentischer Brief 😀 solche Briefe sollte man eigentlich an die heute 15 Jährigen verschicken 😀 manchmal wäre so ein kleiner „Weckruf“ und ein „für sich selbst einstehen“ ganz gut – vor allem in diesem Alter!

  6. Dieser Brief ist so ganz anders als die anderen, die ich bisher beim Writing Friday gelesen habe. Mir gefällt der raue, etwas ungehaltene Ton – aus dem doch nur Sorge spricht. Manchmal braucht es einfach seine Zeit, bis man merkt, was einem wirklich gut tut – bei mir hat es auch gedauert, bis ich das herausgefunden habe. Ein schöner Brief. 🙂
    Alles Liebe
    Anna

    1. Huhu 🙂
      Ja, das ist er wohl wirklich, aber da ich die Scheidung meiner Eltern schon bei einem vorherigen Prompt (Entscheidungen) angesprochen habe, dachte ich, es wäre redundant, per Brief meinem 15 Jährigen Ich Mut zu machen. Wobei die Scheidung mein Verhalten damals sicher beeinflusst hat und deshalb hatte ich das Gefühl, dass mir damals ein Tritt in den Hintern besser getan hätte. Manchmal will man eben genau nicht mit Samthandschuhen angefasst werden.
      Leider und Gottseidank hast du recht – manchmal braucht man wirklich etwas. Dafür sitzt die Lektion dann auch.

      Alles Liebe,
      Smarty

  7. Ich hatte eben einen solchen Lachanfall, als ich die erste Zeile von deinem Brief gelesen habe 😀 Statt der Anrede mit dem Holzkopf wäre es bei mir wahrscheinlich „Ey, du Pflaume!“ geworden 😉 Der Brief an dich selbst ist richtig gut geworden – in einem Ton verfasst, den man auch als Jugendlicher Ernst nehmen kann 😉

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