Sternenwinternacht

Sternenwinternacht

Wie ihr anhand meiner letzten Rezensionen vielleicht festgestellt habt, finden gerade eine Menge winterliche und emotionale (Liebes-)Geschichten ihren Weg zu mir. Eine dieser Geschichten ist Sternenwinternacht von Karen Swan, am 16.10.2017 beim Goldmann Verlag erschienen. Hier hat mich vor allem das Cover magisch angezogen und ich bin ohne Erwartungen in die Lektüre gegangen, nur um wenige Seiten später schon mal die Taschentücher auszupacken.

Meg lebt mit ihrem Verlobten Mitch in einem kleinen kanadischen Kaff mitten in den Rocky Mountains. Die zwei haben eine kleine Blockhütte abseits jeglicher Zivilisation und freuen sich auf ihre bevorstehende Hochzeit. Doch dann kommt ein verhängnisvoller Anruf von Mitchs bestem Freund Tuck. In einer kurzen Nacht, während eines heftigen Schneesturmes, wird Megs ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Keine Handyverbindung, die Leitung ist tot und nur das Funkgerät ihres Verlobten um einen Hilferuf abzusetzen. Nie hätte Meg geglaubt, wie weit ihr verzweifelter Hilferuf wirklich reicht und welche Ereignisse er ins Rollen bringt.

Da mich vor allem das Cover zum Lesen bewogen hat, hatte ich keine wirkliche Vorstellung, was denn auf mich zukommen könnte, aber lasst mich sagen: DAS hätte ich nie erwartet. Die Geschichte, wenn sie auch anfangs etwas klischeehaft wirkt, entwickelt sich sehr schnell in eine ganz eigene Richtung und hebt sich deutlich von den anderen Büchern des Genres ab. Wenn es auch die typischen leichtherzigen Momente gibt, so hat dieses Buch eindeutig auch eine dunklere Seite und behandelt ein tragisches Thema auf seine ganz eigene Weise.

Dabei tappt man als Leser vor allem am Anfang noch gänzlich im Dunklen, denn allgemein gibt die Autorin nur Hinweise und erst ganz am Ende wird explizit gesagt, was Sache ist. Das macht das Lesen auf jeden Fall interessant und führt zu einem enormen Aha-Moment, wenn es einem dann endlich wie Schuppen von den Augen fällt. In anderen Worten, die Autorin erzählt extrem geschickt, greift kleine Details wieder auf und verwandelt sie in wichtige Plotelemente. Eigentlich gibt es mehrere Erzählstränge, da diese jedoch ineinander verwoben sind, ist es wohl akkurater, es als einen äußerst vielseitigen Strang zu bezeichnen.

Wie ihre Erzählstränge sind auch die Charaktere eng miteinander verbunden und alles andere als flach. Kaum ein Charakter hat in diesem Buch nur eine Seite und die Dynamik zwischen den Charakteren ist wirklich faszinierend. Wobei man trotz der Vielzahl an interessanten und wichtigen Charakteren schon deutlich sagen muss, dass Meg die Protagonistin ist und sich die Geschichte um ihr Leben und ihre Entwicklung dreht. Eine Entwicklung, die es wirklich in sich hat, auch wenn es absolut nicht die schockierendste Entwicklung ist. Wer das Buch kennt, weiß bestimmt von wem ich rede.

Als Leser sollte man sich auf eine äußerst emotionale Geschichte mit einem massiven Twist am Ende einstellen. Man darf sich auf anregende und glaubhafte Charaktere freuen, auf schöne Momente, auf umso traurigere Momente und auch auf lustige Momente. Wenn es um Emotionen geht, ist dieses Buch zweifelsohne ein Allrounder, denn es hat eine Menge zu bieten. Wer also einen freien Tag hat, den er, eingewickelt in eine warme Decke und mit einer Tasse Tee oder Kakao, im Bett oder auf der Couch verbringen möchte, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

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Wem also nach einer winterlichen, herzzerreißenden und traumhaft schönen Geschichte ist, der sollte sich Sternenwinternacht auf jeden Fall näher ansehen und kann das auf der Verlagsseite oder auf Amazon tun.

Herzlich bedanken für dieses Rezensionsexemplar möchte ich mich beim Goldmann Verlag und dem Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House.

 

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