Wintersterne

Wintersterne

Der Herbst hat gerade Einzug gehalten und die Zeit der flauschigen Decken, warmen Socken, leckeren Tees und heimelig-winterlichen Bücher mit sich gebracht. Eines dieser Bücher ist zweifellos Wintersterne von Isabelle Broom, das am 9. Oktober 2017 beim Diana Verlag erschienen ist. Die britische Autorin entführt uns in diesem Buch in das winterlich-verschneite Prag und erzählt eine Geschichte besonderer Begegnungen in der Vergangenheit und in der Gegenwart.

In Wintersterne treffen drei komplett unterschiedliche Erzählstränge aufeinander, alle drei führt es in das Winterwunderland Prag und dort verbinden sich. Einerseits Fotografin Megan und ihr Freund Olli (nur ein Freund), die in Prag im Prinzip nach Inspiration suchen. Dann kürzlich die kürzlich geschiedene und neu verliebte Hope und ihr geliebter Charlie. Und zu guter Letzt Sophie, die auf ihren Verlobten Robin wartet, den sie vor vielen Jahren in  Prag kennen und lieben gelernt hatte. Anfangs verbindet sie lediglich das gemeinsame Hotel, doch das sollte sich bald und nachhaltig ändern.

Das Buch ist gestern Nachmittag bei mir eingetrudelt und ich habe es im Zuge der #Leseparty gestern Abend noch ausgelesen. Das alleine sollte schon sehr aussagekräftig sein. Es ist mir wirklich extrem leicht gefallen, mich einzulesen und ich war gefesselt, bevor ich es merkte. Sicher, anfangs hat die Autorin mal einen Namen verwechselt und an manchen Stellen wirkt die Übersetzung etwas holprig, aber an sich ist Wintersterne ein wirklich gutes Buch.

Die Charaktere sind sympathisch, die Story, wenn auch manchmal etwas vorhersehbar, wirklich liebevoll gestaltet und die Stadt selbst mit einer unheimlichen Liebe zum Detail beschrieben. Der Reichtum an Bildern und Emotionen verwandelt das Lesen wirklich in ein Vergnügen und, so viel sei gesagt, ohne Taschentücher ging es bei mir absolut nicht. Die Chemie zwischen den Charakteren stimmt eindeutig und auch die, wie soll man sagen, nicht unbedingt jugendfreien Szenen, die wenigen die es gibt, sind absolut nicht obszön und charmant umschrieben.

Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Megan, Hope und Sophie erzählt, da die drei Frauen in gewisser Weise auch den Kern der Erzählung bilden. Dabei erfährt man nicht nur mehr über die Innenwelt der Charaktere, sondern auch darüber, wie sie sich gegenseitig wahrnehmen. Vor allem diese zusätzliche Dimension habe ich als eine wirkliche Bereicherung empfunden.

Dazu kommt das wirklich angenehme Erzähltempo und ein strategisch klug strukturierter Plot, der die Story stetig voran treibt, bis sie einen gewissen Punkt erreicht, an dem sich die Ereignisse förmlich überschlagen. Das war für mich der Punkt, an dem feststand, dass ich Wintersterne nicht mehr aus der Hand legen würde, bis die Geschichte zu Ende ist.

Sprachlich passt Wintersterne sehr gut in das Genre und wirkt alles in allem sehr authentisch. Auch die Geschichte an sich wirkt stimmig und hat trotz gewisser Genreklischees die ein oder andere Überraschung parat. Und nachdem ich Wintersterne dermaßen genossen habe und ganze eindeutig Lust auf mehr Isabelle Broom habe, ist ihr Debütroman Olivensommer direkt auf meine Wunschliste gewandert. Wem solche romantischen, und oft leicht dramatischen, Erzählungen liegen, der wird mit Wintersterne auf jeden Fall glücklich werden. Auch wer unbedingt mal Prag im Winter erleben möchte oder ein Buch mit winterlicher Stimmung sucht, liegt mit diesem Buch absolut richtig.

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Solltet ihr neugierig geworden sein und Lust haben, das verschneite Prag selbst zu erkunden, Wintersterne ist auf der Verlagsseite oder auf Amazon bestellen. (Wer, wie ich, einen Tolino hat, der wird hier vielleicht eher finden, was er sucht.)

Abschließend möchte ich mich herzlich beim Diana Verlag und dem Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für dieses Rezensionsexemplar bedanken.

0 Gedanken zu „Wintersterne

  1. Bisher war ich überhaupt nur ein einziges Mal in Prag, aber das ausgerechnet in einem tief verschneiten Winter und die Stadt hat sich wunderschön präsentiert. ZU meinen Erinnerungen über die Stadt scheint dieses Buch wunderbar zu passen und ich werde gerade ein bisschen melancholisch.

    Danke für diese tolle Buchvorstellung.

    LG Gabi

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