The mysterious Affair at Styles

The mysterious Affair at Styles

Damals, als ich den Auftakt der Hercule Poirot Reihe zum ersten Mal las, habe ich noch nicht wirklich alles verstanden, da ich gerade erst von einer längeren Leseflaute zurückgekommen war und gleichzeitig auch angefangen hatte, alles auf Englisch zu lesen. Das ist wohl auch einer der Gründe, warum ich viele der Feinheiten Agatha Christie’s nicht zu schätzen wusste und die Reihe nicht weiter verfolgte (Zu der Zeit las ich auch den ersten Cormoran Strike und das war ja so viel cooler).

Jetzt bin ich durch eine Doctor Who Episode wieder neugierig auf Agatha Christie geworden und habe mir sogleich den ersten Teil organisiert. Und es ist, als wären es zwei unterschiedliche Bücher. Beim zweiten Mal habe ich diesen Klassiker der Detektivromane absolut genossen und konnte das nächste Abenteuer mit Poirot kaum erwarten (und inzwischen habe ich bereits den dritten Teil verschlungen). Ich war vom Charme der Geschichte absolut verzaubert und wollte unbedingt mehr vom belgischen Detektiv.

Zur Geschichte, Captain Hastings ist zu Besuch bei Freunden am Land und seine Gastgeberin stirbt in ihrem verschlossenen Schlafzimmer. Einen Mörder glaubt die Familie im zweiten Ehemann der Dame gefunden zu haben. Hastings beschließt Poirot zu verständigen und dieser nimmt sich prompt des mysteriösen Falles an, in dem nichts ist, wie es scheint.

Besonders interessant und amüsant ist dabei die Beziehung zwischen Hastings und Poirot (Spoiler, an dieser ändert sich auch in den folgenden Teilen wenig, wobei Hastings es eigentlich irgendwann besser wissen sollte 😉). Hastings unterschätzt Poirot bei jedem Schritt und überschätzt seine eigenen Fähigkeiten zeitgleich maßlos. Deshalb stellt er natürlich eigene Ermittlungen an und reimt sich mit einer beträchtlichen Menge an Fantasie eine hochdramatische und enorm komplexe Geschichte zusammen. Die Wahrheit jedoch ist, wie Poirot erörtert, wesentlich simpler.

Das Poirot seine Erkenntnisse nicht immer teilt und Hastings somit nicht von seinen falschen Annahmen nicht abbringt, macht das Ganze noch lustiger und auch spannender. Denn so legt Poirot seine Erkenntnisse nur häppchenweise dar und führt damit jeden, auch den Leser, auf die falsche Spur. Wenn er am Ende dann den ganzen Fall rekonstruiert, klappt einem die Kinnlade herunter und man ist absolut sprachlos, denn auf seine Geschichte, wäre man nie im Leben gekommen.

Der Schreibstil ist dabei wirklich angenehm und die Geschichten lesen sich unheimlich gut. Zumindest im Englischen ist auch das Sprachniveau genau richtig und die Sprache an sich nicht zu altmodisch. Das Tempo passt sehr gut zur Art der Geschichte und es wird nie langweilig, denn am Ende zählt wirklich jedes Detail. Ich habe inzwischen den Versuch die Lösung selbst zu finden aufgegeben und lasse mich einfach von der Geschichte mitreißen und verzaubern.

Mein Fazit ist damit klar, wer klassische, unblutige Detektivromane mit spannender Geschichte und interessanten Charakteren sucht, der wird bei den Fällen von Hercule Poirot auf jeden Fall fündig werden und auch lange etwas davon haben, wenn man den Umfang der Reihe bedenkt.

0 Gedanken zu „The mysterious Affair at Styles

  1. Hallo, Smarty!
    Jetzt weiß ich nicht, was ich zuerst sagen soll. Erstens: „Mord im Orientexpress“ liegt hier immer noch ungelesen rum. Das sollte ich wohl auch mal anfangen. 🙂
    Zweitens: Das Messer auf dem Bild ist toll. Ist das gekauft oder selbst gemacht?
    Drittens: In welcher Doctor Who-Episode kommt Agatha Christie vor? Hab ich das verpasst? 😮
    Viertens und völlig unrelevant für diese tolle Rezension: Wie geht’s dir so und wie geht’s der Katze? 🙂
    LG, m

    1. Hey du 🙂
      Klingt nach einer guten Idee 😉
      Ich nehme an gekauft, es ist ein Brieföffner und ich hab ihn von meinem Papa gemopst ;D
      The Unicorn and the Wasp müsste die Folge auf Englisch heißen und ja, da hast du auf jeden Fall was verpasst!
      Bei mir geht gerade das Semester voll los, sprich es gibt jede Menge zu tun 😉 Sherlock wächst und gedeiht absolut prächtig, ich werde demnächst wieder Fotos von dem kleinen Teufel posten 😀 ich hoff, bei dir passt auch alles?
      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende <3

  2. Der Zusammenhang zwischen Agatha Christie Und Dr. Who war mir gar nicht klar. Meine Mutter ist ein ausgemachter Christie-Fan, ich bin daher quasi mit ihr aufgewachsen. Ich liebe allerdings Miss Marple und weniger Hercule. Die Filme habe ich geliebt!
    Es ist aber eine gute Anregung, eines der Bücher mal wieder zu lesen .
    Viele Grüße
    Silvia

  3. Hallo Smarty,
    obwohl ich mal eine ganze Reihe Agatha Christie Bücher geschenkt bekommen habe, habe ich zu meiner Schande bisher noch kein einziges gelesen. Ich habe aber diese Dr. Who Folge gesehen. Ich habe danach den Artikel über Christie auf wikipedia gelesen. Und das faszinierende daran ist, dass Agatha Christie tatsächlich einmal mehrere Tage spurlos verschwunden ist und man bis heute nicht weiß wo sie war. Ich glaube deswegen, dass Dr. Who keine Serie, sondern eine Dokumentation ist.
    Liebe Grüße
    Sven

    1. Hallo 🙂
      Ich bin mir nicht sicher, ob es gut oder schlecht wäre, wenn Doctor Who wirklich eine Dokumentation wäre 😀 Ich bin mir aber sicher, dass du diesen Agatha Christie Büchern mal eine Chance geben solltest 😉

      Liebe Grüße und danke für deinen Besuch,
      Smarty

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