Verstand und Gefühl

Verstand und Gefühl

Inhalt:
Jane Austens berühmtes Sittengemälde »Verstand und Gefühl« ist eines der meistgelesenen Werke der frühviktorianischen Literatur. Der Roman entstand bereits um 1795, erschien jedoch erst 1811 und war das erste Buch, mit dem Austen ins Licht der Öffentlichkeit trat. Hauptfiguren der ergreifenden Geschichte sind die jungen Schwestern Elinor und Marianne Dashwood, die auf ihrer Suche nach Liebe und ehelicher Geborgenheit zwischen Vernunft und Herzensregung hin- und hergerissen sind.

Meinung:
Ein Gesellschaftsportrait der Sonderklasse, denn in Verstand und Gefühl mangelt es an keinem der beiden. Jane Austen versteht es wirklich, einen Menschen zu charakterisieren und zu beschreiben. Der Detailreichtum ist beinahe nicht zu fassen und weist unglaublich viele Facetten auf, die einen immer wieder Überraschen. Sicher, es ist ein Schreibstil und eine Art von Geschichte, die man mögen muss, aber das Lesen ist es mehr als nur wert. Vor allem für Fans von Stolz und Vorurteil.

Die Protagonisten sind, obgleich sie unterschiedlicher nicht sein könnten, wirklich sehr sympathisch und tragen mit ihrer speziellen Würze sehr zur Geschichte bei. Diese hat einen angenehmen Spannungsbogen und immer ein paar schockierende Wendungen parat. Man findet sehr leicht in den Rhythmus der Geschichte und viele Kapitel vergehen sehr schnell. An mancher Stelle scheint die Zeit stehen zu bleiben, was aber nicht wirklich stört. Der Aufbau der Geschichte selbst ist sehr linear und so verläuft sie auch, was das Lesen sehr angenehm macht. Es gibt kaum schwer nachvollziehbare Sprünge, obwohl Austen den Leser schon das eine oder andere Mal bewusst im Dunkel tappen lässt. Information gibt es im Überschuss, allerdings immer im richtigen Moment, was sich als sehr effektiv erweist.

Die Charaktere selbst sind sehr genau beschrieben und werden im Verlauf des Buches immer vielschichtiger. Man hat am Ende das Gefühl, sie wirklich persönlich kennengelernt zu haben, so effektiv und bildhaft ist Austens Sprache. Anfangs mag sie vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig sein, da eine solche Ausdrucksweise in der heutigen Zeit  doch eher unüblich ist.

Fazit:
Eine schöne Geschichte, die ihresgleichen sucht. Sorgt auf jeden Fall für Kurzweiligkeit und versteht es zu unterhalten. Die Parallelen oder Unterschiede zur heutigen Zeit stechen sehr heraus und machen das Lesen umso interessanter. Auf jeden Fall ist Verstand und Gefühl absolut lesens- und empfehlenswert und zurecht eines der meistgelesenen Bücher überhaupt.

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