Maus – Spiegelmann

Maus – Spiegelmann

Die komplette Maus

Inhalt:
Die Geschichte eines Überlebenden – die des polnischen Juden Wladek Spiegelman. Er schildert er seinem Sohn die Stationen seines Lebens: Polen und Auschwitz, Stockholm und New York, er erzählt von der Rettung und vom Fluch des Überlebens. Eine Geschichte, in der Freundschaften nichts mehr zählen, Familien einander verraten und Verbündete eine Seltenheit sind. Kannst du nicht bezahlen, kannst du keine Hilfe erwarten – denn aus reiner Herzensgüte, riskierte niemand sein Leben. Sein Sohn, der Autor Art Spieglman, kommt zwar nicht immer ganz mit seinem Vater zurecht, möchte allerdings um jeden Preis seine Geschichte erfahren und einen Comic daraus machen.

Meinung:
Eine schreckliche und schockierende Geschichte, ein Ehepaar, welches gemeinsam überlebt, eine Geschichte, wie man sie noch nie zuvor gesehen hat. Es wird einem schmerzlich vor Augen geführt, dass Überleben keine Frage von Können war, auch Reichtum hat keine wirkliche Rolle gespielt, selbst wenn etwas zum Bestechen nicht geschadet hat, Überleben war pures Glück.

Schon allein wegen dieses Umstandes muss man teilweise schlucken. Sicher, jeder von uns hat schon von all den Geschehnissen der damaligen Zeit gehört. Ebenso dürfte es nicht unbekannt sein, dass zu der Zeit mehr als nur ein Kriegsverbrechen begangen wurde – trotz allem zeigt die Geschichte von Wladek es auf eine neue Art und Weise. Es ist kein „alle Deutschen waren böses Nazi’s“ – es ist mehr ein „die meisten wollten einfach nur überleben“.

Es ist wirklich schwer, das alles in Worte zu fassen, dahingegen trägt die Form des Comic-Romans einiges zur Erzählung bei. Und um die Wahrheit zu sagen, man glaubt gar nicht, wie viel reine schwarz-weiß Zeichnungen aussagen können, welches Grauen sie zeigen können. Denn auch wenn man nie zuvor vom zweiten Weltkrieg gehört hat, ist einem danach schmerzlich bewusst, was damals geschehen ist.

Die Wahrheit, zwar maskiert aber dennoch ungeschminkt. Das beeindruckende oder eher bewegende daran, ist die Menschlichkeit hinter all dem. Es ist keine übertriebene oder erfundene Geschichte – das ist alles wirklich passiert! Manchmal kann man das wirklich nicht fassen und manchmal kann man nicht glauben, an welchen Orten Wladek und Anja (seine Frau und Art’s Mutter) auf Menschlichkeit, auf Hilfe und auf Unterstützung stoßen. Man erfährt auch, was geschehen wäre, wenn sie die ein oder andere Entscheidung nicht gefällt hätten oder sie anders ausgefallen war und das ist doch relativ heftig.

Fazit:
Absolut lesenswert. Mehr kann man fast nicht dazu sagen – vielleicht, dass man Comic’s schon mögen oder zumindest nicht hassen sollte. Auf alle Fälle ist es eine interessante, andere Art, sich Geschichte, vor allem solch eine, zu Gemüte zu ziehen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten (Name, E-Mail, Inhalt) durch diese Website einverstanden. Daten anfordern

*

Zustimmen

%d Bloggern gefällt das: